
Aave Labs hat vorgeschlagen, 100 % der Produktumsätze an die Aave DAO umzuleiten und sein geistiges Eigentum auf eine neue Stiftung zu übertragen, während es im Gegenzug eine erhebliche Finanzierung fordert, was eine neue Debatte über die Kontrolle des DeFi-Giganten ausgelöst hat.
Der Konflikt um die Aave-Governance eskaliert mit einem neuen Vorschlag
Aave Labs hat einen weitreichenden Vorschlag vorgestellt, der die Governance und die Wirtschaftlichkeit des Aave-Ökosystems grundlegend umgestalten würde.
Das Forschungs- und Entwicklungsunternehmen hat vorgeschlagen, 100 % der Einnahmen aus Aave-Markenprodukten, einschließlich der Swap-Gebühren von Aave v3 und der kommenden v4, der Frontend-Einnahmen von aave.com und zukünftiger Initiativen wie der Aave Card und einem potenziellen $AAVE ETF, direkt an die Aave DAO-Kasse zu überweisen.
Der Plan mit dem Namen „Aave Will Win Framework“ sieht auch die Übertragung von Marken und geistigem Eigentum an eine neu gegründete Aave Foundation vor, wodurch Token-Inhaber effektiv zu den Hauptnutznießern des milliardenschweren DeFi-Protokolls werden. Dieser Schritt folgt auf monatelange Spannungen zwischen Aave Labs und der DAO über Eigentums- und Einnahmenrechte. Im vergangenen Dezember kam es zu Kontroversen, nachdem Labs Swap-Gebühren vom offiziellen Frontend auf eine vom Unternehmen kontrollierte Wallet umgeleitet hatte. Ein Versuch der Governance, das geistige Eigentum von Labs zu beschlagnahmen, scheiterte letztendlich, aber die Verhandlungen wurden fortgesetzt.
Im Mittelpunkt des neuen Rahmens steht Aave v4, ein lang erwartetes Upgrade, das neue Einnahmequellen erschließen soll und es dem Protokoll ermöglicht, mit benutzerdefinierten Risikoparametern in neue Märkte zu expandieren. Aave v3 generiert derzeit einen Jahresumsatz von über 100 Millionen US-Dollar. Labs schlägt vor, v3 innerhalb von 8 bis 12 Monaten nach der Einführung von v4 schrittweise auslaufen zu lassen.
Als Gegenleistung für den Verzicht auf Einnahmen fordert Aave Labs von der DAO Finanzmittel in Höhe von 25 Millionen US-Dollar in Stablecoins, 75.000 $AAVE-Token, die über zwei Jahre hinweg ausgezahlt werden, sowie zusätzliche Zuschüsse in Höhe von insgesamt 17,5 Millionen US-Dollar zur Unterstützung von Produkteinführungen, darunter Aave App, Aave Pro, Aave Card und Aave Kit.
Kritiker, darunter Marc Zeller, Gründer der Aave Chan Initiative, argumentieren, dass der Vorschlag einer 50-Millionen-Dollar-Entnahme gleichkommt, die als Dezentralisierung getarnt ist. Zeller stellte den Governance-Prozess in Frage und vermutete, dass das Unternehmen versuche, Ergebnisse ohne ausreichende Konsultation zu diktieren. Die Debatte dreht sich nun darum, ob der Vorschlag einen mutigen Meilenstein der Dezentralisierung oder eine riskante Machtverschiebung im größten Kreditprotokoll von DeFi darstellt.
FAQ🏛️
- Was schlägt Aave Labs vor? 100 % der Produktumsätze an die Aave DAO-Kasse zu überweisen.
- Was passiert mit dem geistigen Eigentum von Aave? Der Vorschlag beinhaltet einen Plan, das geistige Eigentum von Aave auf eine neue Aave-Stiftung zu übertragen.
- Wie viel Geld fordert Labs? Bis zu 50 Millionen US-Dollar in Stablecoins, $AAVE-Token und Zuschüssen.
- Warum ist dies umstritten? Einige DAO-Mitglieder sehen darin einen Versuch, sich auszahlen zu lassen.


